Grundwissen

Was sind eigentlich Emotionen? Für wen ist das Ganze geeignet – und für wen nicht? Hier erfährst du die Grundlagen und Voraussetzungen.

Soziale Kompetenz

Inhaltsverzeichnis

Definition

Soziale Kompetenz:

…ist eine komplexe Eigenschaft der Persönlichkeit, die auf der Fähigkeit beruht, sich in sozialen Situationen anforderungsgemäß und effektiv zu verhalten.

Soziale Kompetenz ist ein wesentlicher Bestandteil der Handlungskompetenz, und so ist zu folgern: Objektive Kriterien sozial kompetenten Verhaltens ergeben sich aus der Anforderungs-Struktur der verschiedenen gesellschaftlichen Tätigkeitsbereiche.

oder:

A.T.: „An ihren Früchten werdet Ihr sie erkennen.“

„DER SOZIALKOMPETENTE MENSCH
FORDERT DIE VERWIRKLICHUNG
ÜBERLEBENSWICHTIGER ERGEBNISSE UND WERTE
AUCH GEGEN DEN WIDERSTAND ALLER UNVERNÜNFTIGER
BETEILIGTER
UND SETZT DAS EINMAL ALS RICHTIG
ERKANNTE ZIEL-GESETZTE
– SOGAR MIT MINIMAL-ETHISCHEN
GRUNDSÄTZEN –
DURCH.“

„DIE GRÖSSTEN
PRODUKTIVITÄTS-POTENTIALE
LIEGEN HEUTE NICHT MEHR IN
DER
OPTIMIERUNG DER PRODUKTIONS-ABLÄUFE,
SONDERN IN DER
ENTWICKELTEN
SOZIALKOMPETENZ
DER EINZELNEN MITARBEITER“

Individuelle Fähigkeiten des Menschen als aktive Bestandteile menschlicher Sozialkompetenz

A. Fähigkeiten zur Regelung eigener Interessen

B. Fähigkeiten zur Regelung der Interessen eines Anderen

C. Fähigkeiten zur Regelung anderer / Gruppen-Interessen

D. Fähigkeiten zur Regelung allgemeiner Interessen

(Einige Fähigkeiten sind in allen vier Bereichen angebracht und anzutreffen)


A. Fähigkeiten zur Regelung eigener Interessen

1. glücklich zu sein
2. seine eigenen Ideen auszudrücken
3. zu lernen
4. voraus zu schauen
5. sich selbst treu zu bleiben
6. seine Ansichten zu ändern
7. Unterschiede zu erkennen
8. Probleme zu lösen
9. Ziele zu setzen
10. Ziele zu erreichen
11. sich in seiner Umgebung zurecht zu finden
12. ein erweitertes Bewußtsein anzustreben
13. Ordnung in materielle Dinge zu bringen
14. sich selbst Disziplin aufzuerlegen
15. aus der Erfahrung zu lernen
16. seine materiellen Existenz-Umstände in den Griff zu bekommen
17. Vergnügliches zu genießen
18. Liebe zu empfangen
19. zu entscheiden, was ethisch ist
20. im Hier und Jetzt zu sein
21. eine wünschenswerte Zukunft zu schaffen
22. sich von Rückschlägen zu erholen
23. zu arbeiten
24. Hilfe anzunehmen
25. sich selbst wertzuschätzen
26. den Körper in Schwung zu halten

B. Fähigkeiten zur Regelung der Interessen eines anderen:

1. zu lieben
2. eines anderen Ansichten zu akzeptieren
3. zu kommunizieren
4. Vergnügen zu bereiten
5. wenn notwendig: Kommunikation oder Gedanken zurückzuhalten
6. mitfühlend zu sein
7. einem anderen Wichtigkeit zuzugestehen
8. für das Wohlergehen eines anderen zu sorgen
9. zu helfen
10. zu ermutigen
11. einen anderen zu schätzen
12. die Führung eines anderen zu akzeptieren
13. sensibel mit den Gefühlen eines anderen Menschen umzugehen
14. ein Freund zu sein
15. Gutmütigkeit aufzugeben
16. Recht haben zu können
17. Unrecht haben zu können
18. die Kritik eines anderen auszuhalten, ohne zu introvertieren
19. sich von der Abwertung eines anderen zu erholen
20. zuzuhören
21. mit einem anderen geduldig zu sein
22. einem anderen frei heraus seine ehrlichen Gefühle mitzuteilen
23. man selbst zu bleiben, trotz starker Dominanzeinflüsse oder dominanter Personen im Umfeld

C. Fähigkeiten zur Regelung anderer / Gruppen-Interessen:

1. ethisch zu sein
2. mit anderen Menschen zurecht zu kommen
3. mutig zu sein
4. standhaft zu sein
5. verantwortlich zu sein
6. aufrichtig zu sein
7. die Ansichten anderer zu tolerieren
8. ein integerer Mitmensch zu sein
9. Sinn für Abenteuer zu haben
10. Sinn für Spiele zu haben
11. zu verstehen
12. für das Wohlergehen anderer zu sorgen
13. konstruktive Kritik beitragen
14. destruktive Wirkungen zurückhalten zu können
15. sich durchzusetzen
16. Harmonie für das Umfeld zu kreieren
17. Freunde zu haben
18. gemeinwohl-spezifisch zu handeln, auch wenn dies andere verstimmt
19. negativen Emotionen mutig gewahr zu sein, ohne dadurch persönlich gestört zu sein
20. sich um andere kümmern
21. zusammen zu arbeiten
22. sich unterhalten zu lassen
23. anderen ein Vorbild sein zu können
24. Maßstäbe zu setzen
25. Anführer zu sein
26. Anführer zu ermutigen

D. Fähigkeiten zur Regelung allgemeiner Interessen:

1. voraus zu schauen
2. sich bei Veränderungen in der Umwelt anzupassen
3. eine wünschenswerte Zukunft zu schaffen
4. nicht akzeptable Zustände in der Umgebung zu ändern
5. seine Fähigkeiten/Fertigkeiten weiter zu entwickeln
6. mitfühlend zu sein
7. seinen Einflußbereich zu erweitern
8. höhere Bewußtseinszustände wahrzunehmen
9. die Aufmerksamkeit nach außen zu richten
10. die Aufmerksamkeit von etwas zu lösen
11. für das Überleben von anderen zu sorgen
12. unbekanntes Verhalten zu tolerieren
13. erfinderisch zu sein
14. Gefahren und Probleme im Umfeld wahrnehmen zu können
15. sich aufzumachen und eine gefährliche Umwelt zu meistern
16. intuitiv zu sein
17. seiner Intuition entsprechend zu handeln
18. Fakten/Informationen zu einander fügen zu können
19. Ordnung in etwas hinein zu bringen
20. Sinn für Ästhetisches zu haben
21. künstlerische Wirkungen kreieren zu können
22. gesundes Charisma erleben zu können
23. Freude zu bereiten
24. Hindernisse überwinden zu können
25. anderen Mut zu machen

Ergänzendes

1. Sozialkompetenz darf niemals mit Sachkompetenz verwechselt werden.

2. SK besteht aus dem Verhalten a) zu sich selbst, b) dem Verhalten zu einzelnen anderen, c) dem Verhalten zu Gruppen und in Gruppen und d) zu übergeordneten Verantwortungsbereichen.

3. Wenn wirklicher Wandel, Veränderungen in einer Fa. beabsichtigt sind, dann ist der Faktor Sozialkompetenz bei den am Wandel am meisten beteiligten Mitarbeitern (MA’s) zu überprüfen.

4. Dazu existierenden funktionierende, gut aussagefähige Tests mit Gegen-Tests.

5. Bei Durchführung solcher Tests wird meistens als erstes sichtbar, dass etliche MA’s am falschen Platz arbeiten, also umgesetzt werden sollten, wenn das möglich ist, evtl. entlassen, wenn keine Verwendung für sie da ist oder die Tests bzw. die Willensbekundungen des Betreffenden nicht erwarten lassen, dass Umschulungen, Trainings etc. für eine Anpassung der Person an ihren vorgesehenen Arbeitsplatz erfolgversprechend sind.

6. Solche MA’s, die die wichtigsten Anforderungs-Parameter an ihre neuen, vorgesehenen Arbeitsplätze erfüllen, können Trainings erhalten, die das Niveau der Sozialkompetenz nach Erfordernis heben.

7. TQM z.B. als extrem gut funktionierende Kundenbezogenheit setzt spitzenmäßige, durchgängige, nachhaltige SK aller Beteiligten voraus.

8. SK in werte-gebender Vorbildhaftigkeit pflanzt sich hierarchisch von oben nach unten fort.

9. SK bringt der einzelne MA nach je individueller Ausstattung mit und entwickelt sie unter den Anforderungen in seiner Fa. weiter.

10. Heutzutage sind im wesentlichen nicht mehr die Schulen und andere staatliche Ausbildungsinstitutionen die Stellen, in denen sozial-kompetente Orientierungen und Verhaltensweisen vermittelt werden. Diese erlernen sich am ehesten dort, wo menschliche Verpflichtungen in Kooperationen sichtbar sind und gelebt werden müssen, damit Qualitätsprodukte bzw. Lebensqualitäten gewährleistet werden können, z.B. in Familie und Arbeitsgemeinschaften.

11. Die Vermittlung von Bestandteilen der Sozialkompetenz (siehe: Fähigkeiten) gelingt am ehesten in Gruppen mit intaktem Wir-Gefühl, die auch die Nachhaltigkeit in der Anwendung des Verstandenen und Gelernten gewährleisten.

12. In einzelnen Fällen, nämlich wenn individuelle Krisen sich in der Arbeit negativ bemerkbar machen und die SK der Arbeitsgruppe auch im privaten Bereich die Konflikte des Individuums nicht auffangen können, kann Individual-Coaching zu Hilfe gezogen werden, damit der einzelne den Anschluss an die SK-Leistungen der Arbeitsgruppe wiedergewinnt.

13. Solches Coaching muss den betreffenden Menschen immer als „ein Ereignis in einem Fall“ sehen, darf ihn also nicht einseitig auf die Erfordernisse der Fa. „zutrimmen“, sondern muss seine SK-Entwicklung auf der Basis seiner einzigartigen Wesensbeschaffenheit ansetzen.

14. Ohne Anhebung des SK-Niveaus – BRD-umfassend zu sehen! – ist eine Veränderung von einer „Dienstleistungswüste Deutschland“ (Zitat Walther Melneck) zu einem „fruchtbaren Dienstleistungsbereich Deutschland“ nicht möglich.

15. Der wichtigste Bestandteil von SK ist die Bereitschaft zu Veränderungen. Hierbei handelt es sich nicht um „Flexibilitäten“ (der Bambus passt sich der Windrichtung an und ist wieder an seiner ursprünglichen Stelle, wenn der Wind nicht mehr weht), sondern um die Risiko-bewusste Verlagerung seines „Standortes“, ohne die Sicherheiten der „Rückkehr“.
   a) Standard-Coaching und SK: Es sind Verhaltens-Veränderungen und -Verbesserungen möglich und nötig, die ohne große individuelle Einsichten vonstatten gehen. Der Betreffende „funktioniert“ auf einer Art mechanischen Ebene besser als ohne dieses Fertigkeiten anleitende Coaching.
   b) Individual Coaching: Auf sich selbst und grundlegend SK-eigenverantwortlich sind Verhaltens-Veränderungen angesagt, die aus eigener Motivation stammen und zu deren Verwirklichung kompetente Hilfe zu Rate gezogen wird. Große Bereitschaft und Realisierung des „über den eigenen Tellerrand Schauens“ (Der Blick für die Belange der Arbeitsgruppe ist wesentlich verbessert).
   c) Human Discovery Coaching und SK: Die Verantwortlichkeit für das Wohlergehen ganzer Gruppen und Arbeitsbereiche. Andere in eigenen SK-Stand bringen. Hier reicht der verantwortliche Blick des Betreffenden weit über dem engeren Horizont einer Firma (z.B. Bio-Verantwortung, ethische Produkte, besondere Bedingungen für nicht-privilegierte Bevölkerungsteile). Auf dieser Verantwortungs-Ebene können Innovationen erbracht werden, die aus neu gewonnenen Kreativitätspotentialen stammen. Human Discovery Coaching ist besonders dann erfolgreich, wenn eine solide Aufarbeitung individueller Konflikte unter Fachanleitung stattgefunden hat.

Sozialkompetenz nach Robert Schmid

weist sich aus durch:

Realitätsnähe

Sachkritik

Extraversion

Geistige Schnellschaltung

Organisation

Logik

Systematik

Team-Denker

Netzwerk-Orientierung

Präzision

Kreativität / Innovation

Ursachen-Wirkungs-Prinzip

Geduld

Zusage-Treue

Klienten- / Kundennähe

Entscheidungs-Mut

Beweis-Anerkennung

Korrektheit

Risiko-Bewusstsein

Informations-Maximum

und nicht durch:

Dominierende Genies

Emotions-Kritik

Introversion

Geistige Langsamschaltung

Improvisation

Unlogik

Systemlosigkeit

Einzeldenker (ego-bezogen)

Linear-Orientierung

Ungenauigkeits-Toleranz

Pragmatismus

Reparatur-Prinzip

Ungeduld

Unzuverlässigkeit

Ich-Standpunkt-Verteidiger

Entscheidungs-Angst

Meinungs-Anpassung

„Cleverness“ / Vertuschung

Spekulations-Orientierung

Informations-Minimum