Grundwissen
Was sind eigentlich Emotionen? Für wen ist das Ganze geeignet – und für wen nicht? Hier erfährst du die Grundlagen und Voraussetzungen.
Verantwortungsbereiche
Inhaltsverzeichnis
Veranschaulichung
Die sechs Verantwortungsbereiche
nach Frank A. Gerbode
Fremd bestimmt zu sein, sich selbstbestimmt zu verhalten und schließlich übergeordnet, in umfassenden Bereichen bestimmend zu sein, kennzeichnen eine Steigerung wachsender Verantwortung und sich vergrößernder Ursächlichkeit. Auf eine andere Weise tragen wir in steigendem Maße Verantwortung, wenn wir Tätigkeitsbereiche ausweiten. Menschen können verschieden große Aufgaben übernehmen. Man kann durchaus von einer Aufgabenerfüllung sprechen, wenn es gelingt, genau die richtige Süßigkeit an einem Kiosk ausfindig zu machen. Sehr viel größer ist die Verantwortung, wenn man sich zur Aufgabe gestellt hat, einen Krieg zu verhindern, und vielleicht besteht die umfassendste Aufgabe darin, solange unermüdlich daran zu arbeiten, bis jeder Mensch jedem Menschen zum Freunde werde“ oder „bis der letzte Grashalm Buddhaschaft erlangt hat“.
Es hat sich als zweckmäßig erwiesen, unsere Verantwortungsbereiche von einander abgegrenzt darzustellen einzuteilen:
Definition Verantwortungsbereich:
Es gibt sechs Bereiche: Das Selbst, nahestehende Personen, Gruppen, die Menschheit, das
Leben und das Unendliche. Diese Bereiche sind konzentrisch; jede der auf einander folgenden Verantwortungsbereiche enthält die vorangehende, mit dem Selbst im Zentrum. Jeder Verantwortungsbereich hat eine subjektive oder mentale Seite und eine gegenständliche oder physische Seite, die die polare Beziehung zwischen einem Menschen und seinem Umfeld, seiner Welt, widerspiegelt.
Der erste Verantwortungsbereich - das Selbst
Auf der gegenständlichen Seite beinhaltet der erste Verantwortungsbereich Körper, Kleidung, Werkzeuge und anderer persönlicher Besitz eines Menschen. Subjektiv betrachtet bezieht sich diese Domäne auf den Menschen selbst, seine Gedanken, Hoffnungen, Zielvorstellungen, Fähigkeiten, Emotionen und seine bildhaften geistigen Vorgänge. Wenn ein Mensch nur für sich selbst Verantwortung übernimmt, befindet er sich auf einem relativ niedrigen Niveau der Verursachung. Er befasst sich nur mit seinem eigenen Überleben und Wohlergehen.
Der zweite Verantwortungsbereich - enge Vertraute
Dieser Verantwortungsbereich umfasst Sexualpartner und andere Menschen, mit denen uns ein enger Bezug verbindet, also Familienmitglieder und enge Freunde und Verwandte, die uns nahe stehen. Der gegenständliche Aspekt bezieht sich auf die physischen Belange der engen Freunde, der Familienmitglieder und der Verwandten: ihre Körper, im engeren Sinne sexuelle Aktivitäten, die Ernährung und die Fürsorge, den Haushalt und anderer gemeinsamer Besitz. Subjektiv gesehen steht dieser Bereich für die Individuen als Menschen, ihre persönlichen Charakteristika, ihre Fähigkeiten und ihre mentalen Zustände. Ein Mensch, der im Bereich dieses Bereichs aktiv ist, befasst sich mit der Verbesserung seiner persönlichen, familiären und sexuellen Beziehungen und mit dem physischen und mentalen Wohlergehen seiner Freunde, seiner Verwandten und seiner Hauswirtschaft.
Der dritte Verantwortungsbereich - Gruppen
In diesem Verantwortungsbereich befinden sich alle Gruppen, mit denen ein Mensch verbunden ist und mit denen er sich identifiziert. Zu diesen gehören Bevölkerungsgruppen Wirtschafts-, Sozial- und politische Gruppen, wobei deren Größe sich von sehr klein bis sehr groß erstrecken kann. Objektbezogen gesehen umfasst diese Domäne die Körper der Gruppenmitglieder, den Besitz oder den Nießnutz an Gütern, Produkten und Aktivitäten. Subjektiv betrachtet umfasst sie die Personen, die die Gruppe und ihre charakteristischen Eigenheiten bilden, ebenso die Gruppenübereinstimmungen, Richtlinien und ihre Kultur. Ein Mensch, der auf der Basis des dritten Verantwortungsbereichs aktiv ist, bemüht sich um das Wohlergehen und das Überleben der Gruppen, an denen er teil hat, und somit an den Zielen, die diese Gruppen prosperieren lassen.
Der vierte Verantwortungsbereich - die Menschheit
Dieser Verantwortungsbereich hat die menschliche Spezies als Gesamterscheinung zum Inhalt. Auf der gegenständlichen Seite befinden sich alle menschlichen Körper, alle materiellen Werkzeuge und alle Produkte der menschlichen Zivilisation und Technologie. Auf der subjektiven Ebene befinden sich die grundlegenden Aspekte der menschlichen Natur, also ihre mentalen und geistigen Eigenschaften und Befindlichkeiten sowie alle menschlichen Bestrebungen und Ideen. Ein Mensch, der sich diesem Bereich verantwortlich weiß und auf ihrer Basis aktiv ist, befasst sich mit dem Überleben der menschlichen Spezies, also mit der Abschaffung von Krieg, Armut und Krankheit und mit der Bildung und geistigen Weiterentwicklung aller Menschen.
Der fünfte Verantwortungsbereich - das Leben
Dieser Bereich umgreift alle Lebensformen. Objektbezogen gesehen umfasst sie die gesamte Fauna und Flora unseres Planeten und möglicherweise auch außerirdisches Leben, im Falle, dass es als existierend konzipiert wird. Subjektiv betrachtet umfasst dieser Verantwortungsbereich alle Bewusstheit und Absicht, alle Gedanken und Erfahrungen einer bewussten Daseinsform. Ein Mensch, der auf der Grundlage dieses Bereichs aktiv ist, bemüht sich sehr um die Ökologie (auf physischer Ebene) und um Harmonie (auf subjektiver Ebene) unter allen Lebensformen.
Der sechste Verantwortungsbereich - die Unendlichkeit
Dieser Verantwortungsbereich umfasst unser gesamtes Universum, das „Alles-was-ist“. Auf der objektbezogenen Seite hat er das gesamte gegenständliche Universum zum Inhalt. Die subjektive Seite umfasst die universale Bewusstheit oder das Göttliche. Es gibt keine Begrenzung für die Inhalte dieses Bereiches. Ein Mensch, dem dies Universum ein ernstes Anliegen ist, bemüht sich um die Beziehung zum Göttlichen und zum gesamten Universum.
Die Verantwortungsbereiche als Überraum
Es wurde gesagt: wenn man Schritt für Schritt vorankommt, den Ego-Betrachtungen zu entsagen und sich in Richtung des „Wahren Selbst“ entwickelt, man einen Punkt letztgültigen Durchblicks oder auch der Erleuchtung erreichen könne, an dem man keine Trennung zwischen sich und dem ganzen Universum erlebe, da alle individuelle Einzigartigkeit erloschen sei und nur das Universum als eine Einheit existiere. Andererseits wird gesagt: falls jemand in der Lage sei, seine Identität so sehr auszuweiten, dass er schließlich das gesamte Universum umspannt, es genauso kein Getrenntsein zwischen dem Selbst und dem Universum gäbe. Viele östliche Religionen lehren, dass das „Selbst“ in seinem grundlegenden Wortsinne „Gott“ bedeute oder dass man sein wirkliches Selbst im Einssein mit dem Universum erreiche. Deshalb kann man sagen, dass die konzentrischen Gebiete aus Verantwortungen und entsprechenden Identitäten, die die Bereiche in der Tat sind, nicht einen gewöhnlichen Aktionsraum, sondern einen Überraum bilden, dessen äußere Oberfläche sich nach innen dreht und zum Mittelpunkt wird. Einem Möbius-Band oder einer Klein-Flasche vergleichbar wird die Außenseite schlussendlich zur Innenseite.
Invertierte Verantwortungsbereiche
Damit man sich in einem bestimmten Verantwortungsbereich erfolgreich bewegen kann, muss man in der darunter liegenden Domäne ebenfalls erfolgreich agiert haben. Ein Mensch kann in der Tat keine gute Ehe und kein positives Familienleben haben, wenn er selbst nicht in einem einigermaßen guten physischen und mentalen Zustand ist. Des weiteren ist es gewiss nicht sehr wahrscheinlich, dass man angenehme und erfolgreiche Arbeitsbeziehungen haben kann, wenn in den Beziehungen zu den Nahestehenden ein Durcheinander herrscht. Und man muss in der Lage sein, sich als Gruppenmitglied angemessen zu verhalten, damit man überhaupt einen wertvollen Beitrag für die Menschheit oder die Ökologie der Erde leisten kann. In dem Moment, da sich der Zustand eines Menschen ins Abwärts bewegt, beginnt er sich von den oberen in Richtung auf die unteren Domänen zurückzuziehen. Wenn jemand eine Niederlage in seinem Arbeitsfeld erleidet, kann er u.U. nur noch als Freund oder Familienmitglied wirksam sein. Wenn der Betreffende dann auch noch als Familienmitglied versagt, wird er auf die Belange seines eigenen Überlebens zurück geworfen.
Was passiert nun aber, wenn dieser Mensch hinsichtlich der Ziele scheitert, die er für sich selbst hat? An diesem Punkt angelangt, können Belange für sich selbst „invertieren“. Anstatt nun daran interessiert zu sein, was er innerhalb des Verantwortungsbereichs verursachen könnte, befasst er sich damit, wie er irgend welche Wirkungen von bestimmten Bereichen erhalten könne. Der Vorgang, Stück für Stück von Ursache-Sein zu Wirkung-Sein abzugleiten, bedeutet, dass der Betreffende sich vom mentalen oder subjektiven Aspekt der Verantwortungsbereichs zurückzieht und sich vorrangig mit der physischen oder gegenständlichen Seite des Bereiches befasst. Persönliches Ursache-Sein ist aber Bestandteil des subjektiven Aspekts. Wenn dieser Umstand nicht beachtet und verstanden wird, dann unterliegt der betreffende Mensch gezwungenermaßen der Idee, dass er eher Wirkungen erleidet, als dass er Verursacher sei. Wenn ein Mensch feststellt, dass er im Bereich des ersten Verantwortungsbereiches gescheitert ist, dann wird er sich von der subjektiven Seite seines ersten Verantwortungsbereichs zurückziehen und sich mit seinem Körper und seinen Besitztümern befassen. Er könnte ein Gesundheits-Besessener werden oder er beschäftigt sich extrem stark damit, finanziell zu überleben. Jetzt, da er seinen ersten Verantwortungsbereich aufgegeben hat, wird er von Sex, Familie und Freunden abhängig und verzehrt sich in Sorge und fixen Ideen um diese. Wenn er nun erlebt, wie er auch dabei versagt, nämlich die gewünschten Wirkungen vom zweiten Bereich zu erhalten, wird er versuchen, Wirkungen von dem dritten Verantwortungsbereich zu bekommen. Jetzt ist er zum Workaholic geworden, denn da er sich nun als unfähig erwiesen hat, als Freund oder Familienmitglied seine Aufgaben zu erfüllen, versenkt er sich in seine Arbeit oder befasst sich inständig mit anderen Gruppen, um weiterem Scheitern in der ersten und der zweiten Domäne zu entrinnen. Wenn er dann in seiner Arbeit Schiffbruch erleidet oder als Gruppenmitglied nicht akzeptiert wird, kann er ein übertriebenes Interesse daran entwickeln, Anerkennung als Menschen-Beglücker zu erhalten.
An dieser Stelle finden wir die Person, die Menschen verabscheut, aber eine abstrakte „Liebe“ zur Menschheit hat. Bei invertiertem fünfter Verantwortungsbereich nachdem ja nun die Beschäftigung mit Menschen aufgegeben worden ist, tritt die übertriebene Beschäftigung mit Haustieren oder Pflanzen in den Vordergrund. Wenn dann ein solcher Mensch sich auch von diesem Interessensgebiet abgekoppelt hat, weil Pflanzen oder Tiere nicht die gewünschten Wirkungen auf ihn ausgeübt haben, wenn ihm also auch diese „nichts mehr geben“, befasst er sich besessen mit Religion, immer mit der einzigen ihm verbliebenen Hoffnung, dass ihm irgendwelche Wirkungen von einem höchsten Wesen entgegengebracht werden mögen.
Es ist einfach, eine Person in invertiertem Bezug zu seinen Verantwortungsbereichen von einer solchen zu unterscheiden, die mit Erfolg im gleichen Bereich aktiv ist. Ein Mensch, der sich in einem nicht-invertierten Verantwortungsbereich bewegt, befasst sich hauptsächlich damit, wie oben dargestellt, Wirkungen zu erzeugen, anstatt sie zu empfangen. Folglich sind seine Handlungen darauf gerichtet, das Wohlergehen des betreffenden Bereichs zu steigern. Eine Person in invertiertem Verantwortungsbereich strebt danach, Wirkungen von der Domäne zu erhalten, und das ist tendenziell für diese Domäne destruktiv, zumindest aber nicht konstruktiv. Ein Mensch, der in einem nicht-invertierten Bereich aktiv ist, handelt auch in dem darunter liegenden Verantwortungsbereich konstruktiv. Eine Person indessen, die sich in einem invertierten Bereichs-Zustand befindet, agiert in tiefer liegenden Verantwortungsbereichen spärlich oder ist gänzlich inaktiv.
Der helfende Gebrauch des Verantwortungsbereichs-Konzepts
Wenn man als Beistand oder Coach feststellt, dass ein Klient in invertierten Verantwortungsbereichen feststeckt, dann besteht die Hilfe für ihn darin, seinen ersten Verantwortungsbereich wieder im ursächlichen Sinne in Schwung zu bringen, selbst wenn seine Aufmerksamkeit sich ganz woanders befindet. So leiden nämlich die meisten Menschen mit Eheproblemen hauptsächlich an persönlichen Problemen. Solche persönlichen Schwierigkeiten sollten immer zuerst angegangen werden, bevor man sich um Lösungen bezüglich der Eheprobleme kümmert.
Des weiteren eignet sich das Verantwortungsbereichs-Konzept hervorragend, um vom Klienten Erlebtes zu kategorisieren. Man hat damit eine Methode zur Hand, in welcher Folge vor allem die negativen Erlebnisse aufgearbeitet werden können. Man kann sich die einzelnen Bereiche, vom ersten bis zum sechsten, vornehmen und sie mit verschiedenen Verfahrensweisen sorgfältig behandeln.
Wenn man jemanden dabei hilft, seine Verantwortungsbereiche wieder in erwünschte Zustände zu bringen, dann legt man ihm einen neuen Zugriff für sein Leben in die Hände.
Beispiele
1. Verantwortungsbereich: Das Selbst
Materiell
Körper
Bekleidung
Körperteile
Möbel
Wohnung
Hausgeräte
Toilettenartikel
Schmuckstücke
Lampen
Fahrräder
Immateriell
Gedanken
Wünsche
Vorstellungen
Ideen
Charaktereigenschaften
Emotionen
Gefühle
Empfindungen
Schmerzen
Trauer
Groll
Versagen
Gewinn
Triumph
Selbstgeschaffenes
Zuneigung
2. Verantwortungsbereich: Die Nahestehenden
Materiell
Mutter
Pflegemutter
Vater
Pflegevater
Onkel
Tante
Oma
Opa
Ehemann
Kind
Schwiegertochter
Enkelkind
Freund
Freundin
Immateriell
Liebe
Freundschaft
Fürsorge
Abneigung
Zorn
Groll
Versöhnung
Verstimmung
Sehnen
Liebesverlust
Freude
3. Verantwortungsbereich: Gruppen/Gemeinschaften
Materiell
Vereine
Nationen
Nachbarschaften
Schulen
Arbeitsstellen
Mitarbeiter
Mitarbeiterin
Bundesland
Städte
Gemeinden
Kirchengemeinschaften
Wandergruppen
Sportvereine
Immateriell
Kameradschaften
Wir-Gefühle
Zusammenstehen
Austritt
Ausschließen
Eintritt
Willkommen heißen
Krieg
Kampf
Versagen
Verlassen
Mögen
Motivieren
4. Verantwortungsbereich: Die Menschheit
Materiell
Menschheit
Erdball
Weltdachorganisationen
Weltverteidigungsorganisation
Welthandelsorganisationen
Weltgesundheitsorganisation
Weltkinderorganisation
Dritte Weltorganisation
Weltverkehr
Welternährungsorganisation
Weltfinanzorganisation
Meer
Wüste
fruchtbares Land
Gebirge
Moore
Flusslandschaften
Immateriell
Welthilfe
Weltfrieden
Hegemonialansprüche
Weltbürgereinstellung
Menschenliebe
Menschenhass
Fremdenhass
Fremden-Wertschätzung
Weltverbundenheit
5. Verantwortungsbereich: Die biologische Natur
Materiell
Säugetiere
Insekten
Reptilien
Beuteltiere
Bakterien
Viren
Bäume
Büsche
Nutzpflanzen
Unkräuter
Blüten
Wurzeln
Pilze
Flechten
Gräser
Haustiere
Nutztiere
Meerestiere
Fische
Immateriell
Lebensgefühl
Sterben
Wohlgefühle
Siegen
Stolz
Paarungs-Werben
Paarung
6. Verantwortungsbereich: Das Geistige, Übersinnliche, Bewusstsein
Materiell
räumliche Unendlichkeit
zeitliche Unendlichkeit
Universen
Gestirne
Galaxien
göttliche Wesen
göttliche Ratsversammlung
Weise
Universalreligionsstifter
Schamanen
Priester
Ordensmenschen
Pastoren
Pastorinnen
Bischöfe
Bischöfinnen
Diakon
Diakonisse
Immateriell
unendliche Vernunft
religiöse Gefühle
Trost
Zuversicht
Glaube
Versöhnung
Verstehen
Liebe
Hoffnung
Verfahren: Verantwortung und Problem
Theorie: Wenn jemand in einem ihm eigenen Verantwortungsbereich nichts tut – wobei dieser Bereich nach seiner eigenen Wahrnehmung Störungen beinhaltet – dann besteht dort ein Zustand des Nicht-Wahrnehmen-Wollens, weil da ein Problem existiert. Die Unbequemlichkeiten, die Störungen sind die Konsequenzen, also das Problem, und diese zwingen den Betreffenden, seinen Verantwortungs-Bereich wahrzunehmen und sich dem Wahrgenommenen zu stellen.
1. Ich führe mir einen Verantwortungsbereich vor Augen, in dem ich zur Zeit nichts unternehme.
a) a.a. Was kann ich in diesem Bereich genau so anschauen, wie es ist?
b.b. Was würde ich in diesem Bereich lieber nicht anschauen wie es
ist? – (Alternierend bis ee)
b) Ich mache mir bewusst, welche Konsequenzen oder Befürchtungen sich für mich ergeben, wenn ich in diesem Bereich nicht aktiv bin?
c) Ich mache mir bewusst, welche Konsequenzen oder Befürchtungen sich für mich ergeben, wenn ich in diesem Bereich aktiv werde?
d) Ich mache mir jetzt das Problem bewusst, das der Inaktivität im Bereich ….. zugrunde liegt, so genau wie es mir möglich ist.
e) Falls keine Erkenntnis, Einsicht und ein innere Aufatmen oder dergleichen auf das oben Erarbeitete folgt, frage ich mich: Habe ich dies Problem schon mal zuvor gehabt? Diese Frage wird solange gestellt und beantwortet bis sich ein vollgültiges Endergebnis einstellt.
f) Welche Entscheidung kann ich nun für richtig erachten und entsprechend fällen?
g) Wenn ich keine Entscheidung fällen kann: Einfache oder Erweiterte Blockaden-Liste auf das Verantwortungsgebiet anwenden. Dann f) nochmals erfragen.
2. Alle Gebiete in dem Verantwortungsbereich, die noch nicht störungsfrei sind, werden wie oben behandelt.
3. Danach überprüfst du noch andere Verantwortungsbereiche nach Inaktivitäten und arbeitest wie oben. Je mehr du in deinen Verantwortungsbereichen in Ordnung bringst, umso erfreulicher wird dein Leben für dich werden.