Im Beruf

Sich selbst besser verstehen, um ein zufriedener Mitarbeiter zu werden. Mitarbeiter und Teams verstehen, um eine bessere Führungskraft werden.

Test: Charakterliche Eigenschaften

Inhaltsverzeichnis

(Verfasser: unbekannt)

Fünf Eigenschaften bilden die Basis der Persönlichkeit: Offenheit, Ausgeglichenheit, Kontaktfähigkeit, Harmonie und Gewissenhaftigkeit.

Im Folgenden wird getestet, wie stark diese ausgeprägt sind, damit im Bedarfsfall eine Weiterentwicklung als empfehlenswert erkannt und durchgeführt werden kann.

Der Test besteht aus fünf in sich abgeschlossenen Bereichen, die zunächst einzeln ausgewertet werden. Am Ende wird eine Gesamtauswertung durchgeführt.

Geh zuerst die Fragen zu jedem Bereich durch. Lass die beschriebene Situation auf dich einwirken und versetze dich in diese so eng als möglich. Kreuze dann immer die Antwort an, die am ehesten für dich zutrifft.

Es liegt ganz und gar an dir, welche Beurteilung du dir gibst und an welchen der Eigenschaften du arbeiten möchtest. In diesem Handbuch findest du einige Verfahren, mit deren Hilfe du deine Charakter-Entwicklung vorwärts bringen kannst.

1. Gewissenhaftigkeit

1. Mit wie viel Prozent Genauigkeit erledige ich die meisten Arbeiten?

a) Mit 95 bis 100 %
b) Mit 80 bis 90 %
c) Mit weniger als 80 %

2. Wenn ich auf die letzten zehn Jahre zurückschaue, welches Fazit kann ich dann ziehen?

a) Ich habe nur weniges von dem erreicht, was ich mir vorgenommen hatte.

b) Die Ziele, die ich mir gesetzt habe, erreichte ich alle.

c) Ich habe durchaus einiges von dem erreicht, was ich erreichen wollte.

3. Ich habe ein Projekt übernommen, das zu einem festen Termin fertig sein muss. In welchem Arbeitsstil erkenne ich mich am ehesten wieder?

a) Ich mache mir einen Zeitplan. Den halte ich auch ziemlich genau ein. Ich werde rechtzeitig fertig und habe sogar noch Zeit, meine Arbeit zu kontrollieren.

b) Ich schiebe das Projekt erst einmal vor sich her. „Unter Druck arbeite ich am besten“, so glaube ich. Schließlich wird die Zeit doch ziemlich knapp. In pausenlosem Einsatz schaffe ich es gerade noch zum vereinbarten Termin.

c) Mir fehlt der rechte Schwung. Ich lenke mich ab, beginne mit anderen Aufgaben und hoffe, dass mich bald die Inspiration überkommt. Wenn ich dann schließlich anfange, ist es zu spät, um es überhaupt noch zu schaffen. Ich beantrage eine Verlängerung.

4. Wie sieht mein Arbeitsplatz meistens aus?

a) Es ist gut aufgeräumt.
b) Es herrscht ein wenig Unordnung.
c) Ein kreatives Chaos breitet sich aus.

5. Ich kreuze für alle Aussagen an, wie sehr sie für mich zutreffen:
(B. gar nicht, selten; C. ziemlich; A. sehr)

  • Ich bin fleißig.
  • Mein Leben verläuft in geordneten Bahnen.
  • Bei meinen Tätigkeiten gehe ich systematisch vor.

6. Welche Noten gebe ich mir in

Pünktlichkeit:
A = 1–2 / C = 3–4 / B = 5–6
Zuverlässigkeit:
A = 1–2 / C = 3–4 / B = 5–6

7. Ich habe meinem Kind versprochen, bis zum nächsten Tag ein Spielzeug zu reparieren. Jetzt ist es fast Mitternacht, ich bin todmüde und das Spielzeug ist erst zur Hälfte repariert. Was tue ich?

B. Ich erkläre meinem Kind am nächsten Morgen, warum ich mit der Reparatur nicht fertig geworden bin.

A. Ich repariere das Spielzeug fertig, selbst wenn mir dabei die Augen fast zufallen.

C. Ich arrangiere alles so, dass das Spielzeug wie repariert aussieht.

2. Harmonie

1. In mein Team kommt ein neuer Kollege / neue Kollegin. Ihm/Ihr eilt der Ruf voraus, sehr, sehr ehrgeizig zu sein. Wie verhalte ich mich ihm/ihr gegenüber?

A. Reserviert, damit er/sie gleich weiß, dass die Konkurrenz auch nicht schläft.

B. Nett und freundlich, denn auf Klatsch gebe ich nicht viel. Vorsichtig, denn ich will erst mal sehen, was an dem Gerücht dran ist.

2. Elternabend in der neuen Klasse meines Kindes. Ein Tagesordnungspunkt ist die Wahl der Elternvertreter. Ich halte mich kompetent für so ein Amt, habe aber wenig Zeit. Keiner meldet sich für das Ehrenamt. Tue ich es?

B. Ja. Ich finde es peinlich, dass sich niemand meldet, und fühle mich verpflichtet.

A. Nein. Ich sehe das nicht ein. Es gibt sicher genügend Eltern, die mehr Zeit haben als ich.

C. Ich sage, dass ich bereit bin, die Stellvertretung zu übernehmen.

3. Ich fahre mit dem Zug und brauche Ruhe, um eine Akte aufmerksam lesen zu können. Da packt der Herr neben mir sein Handy aus und beginnt zu telefonieren, laut und ziemlich penetrant. Was tue ich?

A. Ich packe meine Akte ein und ziehe zähneknirschend in ein anderes Abteil.

B. Ich werfe ihm böse Blicke zu und seufzen genervt, in der Hoffnung, dass er diese Signale verstehe.

C. Ich bitte ihn, leiser zu sprechen oder zum Telefonieren das Abteil zu verlassen.

4. Wie sehr trifft jede der folgenden Aussagen für mich zu?
(B. gar nicht, wenig; C. ziemlich; A. sehr)

  • Ich bin misstrauisch.
  • Auf Menschen, die mich nicht gut kennen, wirke ich kühl.
  • Ich setze mich in täglichen Dingen durch.
  • Wenn ich jemanden unsympathisch finde, dann zeige ich das.

5. Ich bin Psychotherapeut/in. Mein Terminkalender ist bereits randvoll. Da meldet sich am Telefon eine weinende Frau. Sie befindet sich in einer Krise und möchte unbedingt einen baldigen Termin mit mir verabreden, weil sie von mir schon Gutes gehört hat. Wie handele ich in dieser Situation?

B. Ich überlege, wo ich sie unterbringen kann, auch wenn das auf Kosten meiner Freizeit geht.

C. Ich biete ihr eine Stunde als Notdienst an, sage aber gleich, dass mehr auf keinen Fall möglich ist.

A. Ich nenne ihr freundlich die Adresse einer Beratungsstelle oder eines/einer Kollegen/in.

6. Katzen füttern, Blumen gießen, den Hund ausführen, Reparieren von Haushaltsgegenständen: wie oft bittet man mich um solche Gefälligkeiten?

C. Gelegentlich
A. Gar nicht oder selten
B. Häufig

7. Wie war ich als Kind?

B. Ich war immer ein braves kleines Mädchen / ein braver kleiner Junge und habe meist getan, was meine Eltern mir sagten.

A. Ich war eine ziemlich freche Göre / ein ziemlich frecher Lausbub. Meine Eltern waren manchmal richtig verzweifelt.

C. Ich war im Prinzip gehorsam oder lieb, tat aber längst nicht alles, was meine Eltern von mir verlangten.

3. Kontaktfähigkeit

1. Mein Tag war enorm anstrengend; der Abend gehört mir nun ganz allein. Was tue ich?

A) Ich mache es mir gemütlich, telefoniere, schreibe Briefe.

B) Ich sehe mir einen Fernsehfilm an oder gehe mit einem Buch ins Bett.

C) Ich ziehe mich um und dann nichts wie raus: auf die Piste, zu Freunden oder etwas unternehmen.

2. Ich schaue ohne zu lächeln in den Spiegel. Wohin neigen Ihre Mundwinkel?

A. Nach unten.
C. Sie sind gerade.
B. Nach oben.

3. Ich kreuze alles an, was für mich zutrifft:

A) Ich bin aktives Mitglied in einem Verein.
B) Ich habe ein Ehrenamt übernommen.
C) Ich nehme regelmäßig an einer Gruppenveranstaltung teil, z.B. an einem Tanz-, Sport- oder Bastelkurs.
D) Nichts von alledem.

4. Ich stelle mir einen ganz normalen Tag vor: Mit wie vielen Menschen, abgesehen von meiner Familie oder Kollegen/innen, halte ich einen Plausch, einfach so oder am Telefon?

A) Mit niemandem oder höchstens zwei.
B) Mit drei bis fünf.
C) Mit mehr als fünf.

5. Was sagen andere wohl über mich?
(B. trifft sehr zu; C. trifft etwas zu; A. trifft gar nicht zu)

  • Er/Sie lacht gern.
  • Er/Sie ist optimistisch.
  • Er/Sie hat ein sonniges Gemüt.
  • Er/Sie ist ein Power-Mensch.

4. Offenheit

1. Meine 17-jährige Tochter ist bereits ein recht selbständiges Mädchen. Sie möchte jetzt für ein Jahr als Austauschschülerin nach New York. Was halte ich davon?

A. Ich unterstütze ihren Wunsch, denn sie wird dort sicher wertvolle Erfahrungen machen.

B. Ich bin dagegen. Das ist für ein so junges Mädchen viel zu gefährlich.

C. Ich finde, es muss ja nicht gleich so weit entfernt sein. London beispielsweise ist doch auch interessant.

2. Ich kreuze alles an, womit ich mich bisher mehr als nur oberflächlich beschäftigt habe:

A. Religion (z.B. Buddhismus, weltanschauliche Diskussionen, Esoterik)

B. Philosophische Themen (z.B. Sinn des Lebens, Ursachen von Leid)

C. Politik (z.B. Weltgeschehen, Hintergründe)

D. Naturwissenschaften (z.B. Katastrophen, Gentechnik)

E. Nichts von alledem

3. Teamsitzung in einer Werbeagentur. Man diskutiert darüber, wie ein neuer Kleinwagen präsentiert werden soll. Welchem Argument stimme ich zu?

A. Junge Familien schätzen Sicherheit und praktische Bedienung. Also zeigen wir ein nettes Paar mit Kindern und Hund in wunderschöner Landschaft.

B. Unser Ziel ist, Aufmerksamkeit zu erregen. Wir zeigen eine ganz schrille Szene und bringen den Zusammenhang mit dem Auto erst ganz zum Schluss.

C. Wir müssen die Träume ansprechen. Lassen wir doch das Auto mit einem bildschönen Model durch die Milchstraße sausen.

4. Verschiedene glaubwürdige Zeugen haben versichert, in der Nähe der mexikanischen Grenze ein UFO gesehen zu haben. Was halte ich davon?

A. Ich glaube, dass es solche Phänomene tatsächlich gibt.

B. Ich halte das für eine optische Täuschung.

C. Möglich ist es schon, aber vermutlich gibt es eine natürliche Erklärung.

5. Ich kreuze bei jeder Aussage an, wie sehr sie für mich zutrifft:
(C. gar nicht; B. öfter; A. sehr oft)

a. Ich gebe mich Tagträumen hin.
b. Ich interessiere mich für neuartige Ideen und Theorien.
c. Ich erweitere ständig mein Wissen.
d. Ich diskutiere gern.

6. Mein 13-jähriger Sohn hat sich übers Wochenende ein faszinierendes Computerspiel ausgeliehen. Voller Begeisterung führt er es mir vor. Wie reagiere ich?

B. Ich lasse mir das Spiel erklären, finde es auch ganz reizvoll, möchte aber meine Zeit nicht damit verschwenden.

C. Ich werfe einen Blick darauf und sagen: „Interessant, aber von so etwas verstehe ich doch nichts.“

A. Ich setze mich neben ihn und Minuten später sind wir beide voll in der Spielwelt eingetaucht.

7. Ich höre Musik, sehen ein Theaterstück, lesen ein Gedicht oder betrachten ein Kunstwerk von hoher Qualität. Wie reagiere ich auf solche Kunstgenüsse?

C. Ich genieße es. Tiefe Wirkung hat es allerdings selten.

A. Ich fühle mich im Innersten berührt. Oft bekomme ich eine Gänsehaut vor Ergriffenheit.

B. Ich fühle mich davon inspiriert.

5. Ausgeglichenheit

1. Auf einer Party unterhalte ich mich mit einem Mann / einer Frau, der/die mir ausgesprochen gut gefällt. „Den/die möchte ich näher kennenlernen“, denke ich. Da taucht neben mir ein attraktiver Mann / eine attraktive Frau auf und mischt sich in das Gespräch ein. Es sieht ganz so aus, als hätte er/sie ebenfalls Interesse an meinem Gesprächspartner / meiner Gesprächspartnerin. Was tue ich jetzt?

A. Das finde ich jetzt wirklich zu dumm: zwei Frauen / zwei Männer, die sich um einen Mann / eine Frau reißen. Da schaue ich lieber, wer mich sonst noch interessieren könnte.

C. Ich manövriere die Dame / den Herrn ins Aus und behalte das Gespräch voll unter Kontrolle.

B. Ich tue so, als hätte ich gerade eine Bekannte / einen Bekannten gesehen, und verabschiede mich. Das kenne ich nämlich schon! Kaum habe ich mal jemanden für mich, taucht eine andere / ein anderer auf und schnappt ihn/sie mir weg.

2. Angenommen, mein Leben in den nächsten fünf Jahren würde graphisch wie eine Fieberkurve dargestellt. Wie sähe diese Kurve aus?

A. Sie führt stufenweise nach oben.
B. Sie zeigt mehr Tiefen als Höhen.
C. Sie verläuft gleichmäßig mit Höhen und Tiefen.

3. Seit drei Wochen arbeite ich in einer neuen Firma. Es ist eigentlich mein Traumjob, aber so recht glücklich bin ich trotzdem nicht: Die Kollegen/innen gehen meist ohne mich in die Kantine. Informationen muss ich mir mühsam besorgen. Hinter meinem Rücken klatscht man über mich. Was denke ich dazu?

B. Ich überlege, was ich dazu beitrage, dass man mich so behandelt. Irgendetwas muss ich falsch machen.

C. Das sind die üblichen Anfangs-Schwierigkeiten. Wenn die mich erst einmal kennenlernen, wird sich das schon ändern.

A. Klarer Fall von Mobbing. Ich werde wohl den Chef um ein Gespräch bitten müssen.

4. Der Kellner übersieht mich ohne böse Absicht. Mein Gesprächspartner hört offenbar nur mit halbem Ohr zu. Auf der Party stehe ich etwas verloren herum. In der Behörde behandelt mich der Beamte reichlich unfreundlich. – Wie häufig passieren mir solche oder ähnliche Situationen?

B. Leider viel zu häufig.
C. Ganz selten.
A. Manchmal.

5. Es macht wirklich keinen Spaß mehr, die Zeitung zu lesen: immer wieder Verbrechen, Naturkatastrophen, Steuergerechtigkeit, Kriege. Wie reagiere ich darauf?

B. Ich fühle mich ohnmächtig. Was kann ein einzelner Mensch schon dagegen tun?

C. Mich packt die Wut. Vielleicht sollte ich etwas spenden oder einen offenen Brief an die Verantwortlichen schreiben?

A. Ich verdränge das so schnell wie möglich. Davon, dass ich mich aufrege, wird es auch nicht besser.

6. Kreuze bitte an, wie sehr jede der folgenden Aussagen für dich zutrifft:
(B. trifft häufig zu; A. trifft manchmal zu; C. trifft selten zu)

a) Ich lasse mich leicht entmutigen.
b) Ich bin ängstlich.
c) Ich bin innerlich angespannt.
d) Ich komme mir unfähig vor.

7. Ich bin zum ersten Mal bei meinem Chef zum Essen eingeladen und möchte einen guten Eindruck hinterlassen. Es wird ein kompliziertes Gericht serviert, das einige Fingerfertigkeit verlangt. Mein Pech oder meine Ungeschicklichkeit: Die Delikatesse segelt von meinem Teller quer über den Tisch. Wie fühle ich mich dann?

B. Es ist mir sehr peinlich. Am liebsten möchten ich unter den Tisch kriechen.

C. Ich nehme diesen Vorfall eher von der komischen Seite. Angenehm ist das zwar nicht, aber es kann schließlich jedem passieren.

A. Ich bin verlegen und bemühe mich intensiv, von dem Malheur abzulenken.