Kinder
Kinder besser verstehen, ihre Entwicklung begleiten und ihnen einen guten Umgang mit Emotionen und Herausforderungen vermitteln.
Gedicht: Das Fake-Konzept
In einem Holzbrett, just ins Loch,
ein Fake-Konzeptchen sich verkroch.
Dort hockt’s, verblödet, ohne Hirn,
das Brett indes vor seiner Stirn.
So lauert’s dort mit scheelem Sinn
und murmelt schäbig vor sich hin:
„Was hinter dieser Stirn des Buches Inhalt liest,
dem hab’ ich doch ganz schnell den Sinn vermiest!“
Und auf dem Tisch ein Duden stand,
dem kribbelt’s mächtig in der Hand.
Er murmelt grimmig in sein’ Bart:
„Es ist hier was von falscher Art;
da muss ich noch genauer seh’n,
es gibt hier g’wiß was zu versteh’n.“
Schiebt seine Hand ins Loch hinein
und fängt darin dies Dingelein,
das augenzwinkernd lieblich lispelt
und unschuldsvoll am Röckchen knispelt.
Der Duden diesen Braten roch
und wusst’, warum es sich verkroch.
Er steckt es in die richt’ge Seite,
damit sein harter Sinn sich leite.
Da hockt es nun, fest eingeklemmt,
das Fake-Konzept wird weggeschwemmt.
Der Seite Lücke schließt sich sachte,
das Fake-Ferkel seinen Sinn leer machte.
Und somit wurd’s von sich erlöst –
der Leser doch war eingedöst.