Kinder
Kinder besser verstehen, ihre Entwicklung begleiten und ihnen einen guten Umgang mit Emotionen und Herausforderungen vermitteln.
Powerübung
Gegen Mobbing und Übergriffigkeiten kannst du dich wehren, ohne lernen zu müssen, grob gegen deinen Kontrahenten zu werden. Du wirst entdecken, dass du Energien hast, die sich nicht in deinen Händen oder Füßen befinden, sondern die dir zur Verfügung stehen, weil du einen Willen hast, Dinge so geschehen zu lassen, wie du es willst.
Die folgenden Übungen sollen dir helfen, genau diesen Willen zu entdecken und ihn von da wirken zu lassen. Zu diesen Übung suchst du dir einen ruhigen Ort aus, wo dich niemand stört. Am besten schließt du die Augen, nachdem du den Text gelesen hast, oder wenn dir jemand den Text vorgelesen hat.
1. Bekomme die Vorstellung, dass die Person, die dich immer wieder gemobbt, belästigt oder tätlich angegriffen hat, auf dich zukommt, die Hand hebt, um dir einen Schlag versetzen zu wollen. Du stehst vor ihr, bemerkst, was sie im Schilde führt, weichst keinen Zentimeter zurück, sondern schaust diese Person sehr aufmerksam-energisch, aber nicht aggressiv, an. Deine positive Energie, die sich hierzu sehr schnell entwickelt, kannst du hierbei größer werden lassen als die negative Energie deines Gegners sein wird. Du bemerkst nach einer Weile, die du tapfer und sehr „Sieges-gewiss“ durchhältst, dass die Aggressivität des Gegners erschlafft und er seine Hand wieder sinken lässt. Er dreht sich wortlos um und geht davon. – Du genießt den „Sieg“ so ausgiebig wie du möchtest.
Diese Übung kannst du auch mit einer dir vertrauten Person durchführen, wobei einmal der/die eine, dann der/die andere den aggressiven Teil übernimmt bzw. spielt.
Du kannst dir weitere Situationen vorstellen, auch wieder mit geschlossenen Augen, in denen du ähnlichen, dir bekannteren Situationen genauso tapfer begegnest wie der oben geschilderten.
2. Bekomme die Vorstellung, dass du auf einer Parkbank sitzt, die Sonne genießt, die Geräusche um dich wahrnimmst, als plötzlich ein Hund vor dir auftaucht, stehen bleibt, dich anschaut und irgendwie zu warten scheint. Du möchtest ihn gerne streicheln, weißt aber nicht, ob er vielleicht aggressiv reagieren würde. Du lockst ihn mit einem Laut oder einer Geste, die dir Erfolg versprechend erscheint. Er kommt langsam auf dich zu, schaut dich erwartungsvoll an und du streckst langsam deine Hand aus, damit er an ihr riechen kann. Er tut das, kommt noch ein wenig näher, ist offensichtlich voller Vertrauen und lässt sich von dir streicheln. Du genießt die Situation so lange und so ausführlich wie es dir gefällt.
Die folgende Übung kannst du dir vorstellen oder auch real erleben.
3. Du bist im Bus oder in einer Bahn, hast einen Sitzplatz und es ist da kein weiterer Sitzplatz für einen alten oder behinderten Menschen oder eine schwangere Frau und du bietest der betreffenden Person deinen Sitzplatz an. Um dich herum siehst du wie dich einige der Fahrgäste freundlich oder bewundernd anschauen. Es ist dir etwas peinlich; aber du wirst dir dieses Gefühls bewusst, schiebst es von dir weg und lächelst die Menschen übereinstimmend an. Damit akzeptierst du, dass du etwas Mutiges und Gutes getan hast und wertschätzt dich so wie die Menschen, die dich bewundern. Damit bist du gerecht zu dir selbst.