Grundwissen
Was sind eigentlich Emotionen? Für wen ist das Ganze geeignet – und für wen nicht? Hier erfährst du die Grundlagen und Voraussetzungen.
Erläuterung zu Methoden
…die auf dieser Website verwendet werden
Bei den meisten der hier verwendeten Verfahren habe ich die jeweilige Methode angegeben.
Deine Verwendung der Verfahren soll den Zweck verfolgen, dass du deine Stress-Belastungen, die du dir in deiner Erinnerung/deinem Verstand in Schichten aufeinander abgelagert vorstellen kannst, nach und nach abträgst. Dein jeweiliges Interesse und dein Gefühl/Erkennen für „dringlich“ und „wichtig“ entscheiden darüber, welchem der in diesem Hb angebotenen Verfahren du dich zuerst zuwendest.
Wenn du eines der Themen als erledigt erkennst, entweder, weil du es bis zum Endergebnis (EE) bearbeitet hast oder weil es von Anfang an nicht beladen war, dann wendest du dich dem nächstwichtigen/dringlichen Thema zu etc. Du entscheidest also darüber, in welcher Folge du diese Belastungs-Schichten abarbeitest. Und das soll genau so sein, denn du weißt am besten, wo bei dir der Schuh am meisten drückt.
Damit du dich im Zweifelsfall immer wieder orientieren kannst, welche der Methoden am besten zu verwenden sind, habe ich hier nochmal alle aufgeführt:
1. Einfach-Entschichtung
Du wiederholst die Anweisung oder Frage mehrere oder viele Male bis zu deinem EE.
Beispiele:
„Erinnere dich an einen glücklichen Moment in deinem Leben.“
Oder:
„Aus welchem Umfeld könnte (Gegenstand, den du dir anschaust) noch ein Teil sein?“
2. Zweifach-Entschichtung
Du findest zwei Fragen/Anweisungen vor, die du im Wechsel bis zu deinem EE verwendest.
Beispiel:
a) „Ich vergegenwärtige mir eine angenehme Begegnung mit … (bestimmte Person).“
b) „Ich vergegenwärtige mir eine unangenehme Begegnung mit … (gleiche bestimmte Person).“
3. Vierfach-Entschichtung
Du findest vier Fragen/Anweisungen vor, die du im Wechsel a, b, c, d bis EE verwendest.
Beispiel:
a) „Was hat … (bestimmte Person) getan?“
b) „Was hat … (b. P.) nicht getan?“
c) „Was hätte … (b. P.) tun sollen?“
d) „Was hätte … (b. P.) nicht tun sollen?“
4. Sechs- oder Achtfach-Entschichtungen
Es können auch Sechs- oder Achtfach-Entschichtungen verwendet werden, die wie oben durchzuführen sind.
Beachte: Du beendest das Verfahren immer mit der positiven Anweisung/Frage.
Wie du die Erinnerungs-Listen verwendest
Wenn nicht im Einzelfall anders angegeben, gilt die allgemeine Methode:
1. Du wählst dir unter den sechs Listen die aus, die dein größtes Interesse weckt.
2. Du gibst dir die erste Anweisung von dieser Liste: „Ich erinnere mich als…“
3. Nachdem du dir die entsprechende Situation vergegenwärtigt hast, stellst du dir die Frage, welcher der folgenden Sinnes-Eindrücke in dieser Situation enthalten ist:
a) Sehen
b) Farbe
c) Hören
d) Emotion
e) Gedanke
f) Berührung
g) Geruch
h) Absicht
i) Position
j) Bewegung
Du kannst dir aussuchen, welchen Sinneseindruck du jeweils wählen willst. Du kannst auch mehrere verwenden. Das gilt ebenfalls für die folgende Anweisung:
4. „Ich erinnere mich an eine andere Situation, als…“
5. „Ich erinnere mich an eine weitere Situation, als…“
6. Hierbei ist es nicht wichtig, ob du dich an eine frühere oder spätere Situation zu 2. erinnerst.
7. Du stellst dir die 1. Erinnerungsfrage so lange, bis du sie „ausgemolken“ hast, d. h. es taucht keine Antwort mehr in deiner Erinnerung auf. Das können ein, zwei oder viele Antworten sein.
8. Du wendest dich der 2. Anweisung auf der Erinnerungsliste zu und verfährst mit ihr wie mit der ersten.
9. Sollte dazu oder zu irgendeiner der anderen Anweisungen auf der Liste keine Erinnerung auftauchen, dann lässt du diese Anweisung liegen und gehst zur nächsten. Das Gleiche gilt für die Sinneseindrücke, die du ja auch auswählen kannst.
Dein EE zu der jeweiligen Liste hast du erreicht, wenn es dir sehr gut geht und wenn dir evtl. eine Erkenntnis oder Einsicht deutlich geworden ist.
Wie du die Entstressungs-, Entblockierungs- und Extra-Listen verwendest
Sehr häufig sind die Belastungen, die mit den einzelnen Fragen dieser Listen verbunden sind, länger bestehende und sind in ähnlicher Art früher bereits vorgekommen. Häufig können wir die Ursachen, weshalb es zu diesem Stress kam, erst in der Vergangenheit, manchmal sehr weit zurückliegend, erkennen.
Diese Ursachen zu finden, ist aber das erlösende Moment, das „AHA!“, Erkenntnisse und Einsichten im Gefolge hat und unsere Aufmerksamkeit von der Sache ablöst und diese uns dann nicht mehr belästigt. Deshalb ist es nötig, sich nach früheren und ähnlichen Vorkommnissen bzw. Zuständen zu fragen.
Wenn du im Verlaufe der Behandlung einer dieser Listen entdeckst, dass es Sätze, Teilsätze oder Bezeichnungen gibt, die dich besonders belasten und das häufig unbewusst, dann sind dies meistens Aussagen von anderen Menschen mit abwertender Absicht.
Diese falschen Aussagen und Zuweisungen sind der Stoff, aus dem falsche, behindernde Identifikationen gemacht sind; z. B. „Depp“, „Dumpfbacke“, „Intelligenz-Bestie“, „Ober-G’scheitle“, „du Lügner!“, „du bist eine Brave“ etc.
Manchmal spielen auch Abhängigkeiten eine Rolle. Diese falschen Zuweisungen sind geeignet, dein wirkliches Sein, deine Persönlichkeit zu „verbiegen“ und gehören ausradiert.
Das gelingt dir am besten, wenn du dir eben diese Bezeichnung wiederholt laut oder in Gedanken sagst, bis du das Gefühl hast, du kannst das Betreffende äußern, ohne dass es dich berührt.
Wenn du darüber lachen solltest, dann hast du diese „falsche Benennung“ unbedingt abgeschüttelt (diese „Schicht“ ist weg) und bist noch einen Schritt näher an dich selbst herangekommen.